bauhaus-paradigmen

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Von Gestaltungsutopie zu Popkultur?
Siegen, 10.—12. Oktober 2019, 3. Internationale Tagung der Fakultät II, Bildung · Architektur · Künste
Das Bauhaus war bestrebt, Kunst, Handwerk und Technik miteinander zu vereinen. Es verstand sich als Produktions- und Ausbildungsstätte. Im Mittelpunkt standen Theorie und Praxis des Gestaltens. Die Idee des umfassenden Gestaltens bezog sich aber nicht nur auf Gebäude oder Gebrauchsgegenstände, sondern zielte auch auf soziale und ökonomische Aspekte. Es war dieser weitreichende Anspruch, Objekte, Welt und Menschen reformieren zu wollen, der Architekt*innen, Künstler*innen und Pädagog*innen zusammenbrachte. Die Wirkungen dieses tiefgreifenden Reformwillens sind auch hundert Jahre nach der Gründung des Bauhauses noch sichtbar und das nicht nur in heutiger Architektur oder heutigem Design, sondern auch in einer sich als gegenwärtig verstehenden Ausbildung von Gestalter*innen, Künstler*innen und Architekt*innen.

Unter der Trias „Bildung – Architektur – Künste“ vereint die Fakultät II der Universität Siegen die Disziplinen, die einst auch das Bauhaus zusammenhielten. Die Tagung Bauhaus-Paradigmen gibt Anlass, nach dem Fortwirken der Bauhaus-Konzepte im 21. Jahrhundert – auch spezifisch in der Lehre der Fächer Architektur, Kunst, (Kunst- und Berufs-)Pädagogik sowie Erziehungswissenschaften – zu fragen: Was sind aktuelle oder aktualisierbare Schnittmengen der Disziplinen? Wie können Kunst, Technik und Handwerk heute und in der Zukunft im Gestalten zusammenfinden? Welches sind die gesellschaftlichen Probleme, die akut nach künstlerischen Antworten verlangen?

Sektion 3   Material in der Lehre am Bauhaus, den Nachfolgeinstitutionen und der Kunstpädagogik heute
Leitung: Sara Hornäk, Susanne Henning
9:30
Einführung
Sara Hornäk, Susanne Henning (Siegen)
10:15
Tastbildlichkeit. Von informierten Materialien und haptischen Feedbacks
Carolin Höfler (Köln)
11:00
Silber, Stahl, Ebenholz, Kunststoff
Der Umgang mit Material an Kunst- und Gestaltungsschulen der Weimarer Republik
Alexandra Panzert (Hannover)
11:45
Kaffeepause
12:00
Das Material in der Geschichte der kunstpädagogischen Theoriebildung.
Sidonie Engels (Berlin)
12:45
„Lyonel Feiningers Block-Eisenbahn, International. Modellgetreu. Unzerbrechlich“ Material- und Farberfahrungen durch Spielzeuge als Lernmaterial am Bauhaus
Ina Scheffler (Siegen)
13:15
Mittagspause
14:30
Das Große und das Ganze – Kreativität als Material der Künstlerischen Bildung am Bauhaus, am Black Mountain College und in der kunstpädagogischen Position des HOMO CREANS
Johanna Eder (München)
15:15
Aus welchem Stoff wird morgen gemacht sein?
Ein transdisziplinäres Bildungsprojekt im Bauhausjahr
Angela Weber, Lena Roord (Düsseldorf)
16:00
Abschlussdiskussion
ab 9:30

Dokumentationen studentischer Materialerkundungen der Seminare

  • Künstlerische und kunstpädagogische Perspektiven auf die Rolle des Materials (Sara Hornäk)
  • Materialerkundungen am B(r)auhaus – Zwischen Kunst und Gestaltung (Susanne Henning)
  • Die Kugel des Kopfes, das Dreieck der Nase – Material, Kostüm, Bauhaus (Johanna Schwarz)
  • Woraus wird Morgen gemacht sein? Bauhaus im Kunsthaus (Angela Weber, Johanna Schwarz, Corinna Höngesberg)